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Frequently asked questions

Der Termin der nächsten Gläubigerversammlung steht noch nicht fest.

Dieser Plan wird aktuell erarbeitet. Daher bitten wir um Verständnis, dass wir uns dazu aktuell nicht äußern möchten.

Nanogate führt derzeit parallel zum laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein strukturiertes, kompetitives Verfahren zur Gewinnung eines Investors durch, der sich an der angestrebten Sanierung des Konzerns beteiligt. Die Gesellschaft hat von Investoren indikative Interessensbekundungen zur Fortführung eines wesentlichen Teils des Geschäftsbetriebes der Unternehmensgruppe durch die Übernahme des Unternehmens bzw. wesentlicher Tochtergesellschaften und weiterer Vermögenswerte erhalten. Die Angebote sind noch unverbindlich.

Die Interessensbekundungen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien unterscheiden:

Ein Teil der Interessenten zieht in Erwägung, sich im Rahmen einer Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung signifikant an der Nanogate SE zu beteiligen oder diese vollständig zu übernehmen. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung würde dabei zur Finanzierung des künftigen Geschäfts der Gruppe sowie zur (quotalen) Befriedigung der Ansprüche von Gläubigern verwendet, d.h. auch der Insolvenzmasse zugutekommen. Mit diesem Modell würde zugleich die bisherige Beteiligung der (Alt-)Aktionäre massiv verwässert bzw. (bei einer vorangehenden Kapitalherabsetzung auf null) beendet.

Andere Interessenten streben hingegen einen Erwerb wesentlicher Beteiligungen und Vermögenswerte von der Nanogate SE und eine entsprechende Herauslösung aus der Nanogate-Gruppe an. Das Kerngeschäft würde hiernach in einer neuen Gesellschaft weitergeführt, die im alleinigen Eigentum des möglichen Investors stünde. Als Gegenleistung würde der Investor einen bestimmten Kaufpreis an die Nanogate SE zahlen, der insbesondere dazu verwendet würde, die Insolvenzquote zu bedienen. Die bei der Nanogate SE noch verbleibenden Beteiligungen und Vermögensgegenstände würden ebenfalls veräußert. Aus den Erlösen dieser Maßnahmen würde vorrangig eine Befriedigung der Gläubiger des Unternehmens erfolgen. Die Nanogate SE würde hiernach letztlich als Gesellschaft ohne operatives Geschäft zurückbleiben.

Nanogate wird die unverbindlichen Interessensbekundungen nun eingehend prüfen, auswerten und verhandeln.

Über die Annahme des Insolvenzplans entscheidet die Gläubigerversammlung. Abschließend muss der Plan vom Insolvenzgericht bestätigt werden. Gemäß § 254a Abs. 2 InsO gilt in Bezug auf gesellschaftsrechtliche Maßnahmen wie etwa Kapitalmaßnahmen (z.B. Kapitalherabsetzung und -erhöhung), dass die in den Insolvenzplan aufgenommenen Beschlüsse der Aktionäre oder sonstigen Willenserklärungen der Beteiligten als in der vorgeschriebenen Form abgegeben gelten, soweit der Insolvenzplan entsprechend angenommen und vom Gericht mit Rechtskraft bestätigt worden ist. Die Aktionäre sind daher in die Beschlussfassung nicht eingebunden.

Forderungen der Insolvenzgläubiger konnten bis zum 14. Oktober 2020 beim Sachwalter angemeldet werden. Aber auch jetzt sind weiterhin Forderungsanmeldungen möglich.
Kontakt: Rechtsanwalt JR Günter Staab, Sulzbachstraße 26, 66111 Saarbrücken.

Das operative Geschäft läuft im Insolvenzverfahren weitgehend unbeeinträchtigt weiter. Die Sicherung der laufenden Produktion und die Belieferung unserer Kunden haben hohe Priorität.

Durch das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung sind wir in der Lage, in einem gesetzlich klar geregelten, geschützten Rahmen und Prozess einen tragfähigen Plan für eine erfolgreiche Sanierung der Nanogate-Gruppe und eine nachhaltig profitable Ausrichtung zu erarbeiten.

Voraussetzung für die Antragstellung, die frühzeitig und noch vor Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit erfolgen musste, sind das Vorhandensein von Liquidität und die grundsätzliche Aussicht auf eine erfolgreiche Sanierung. Dabei berücksichtigen wir die Interessen sämtlicher „Stakeholder“. Ziel ist es somit auch, möglichst viele der konzernweit fast 1.800 Arbeitsplätze zu erhalten.

Unser Geschäftsmodell und unsere Positionierung am Markt sind zukunftsfähig. Wir verfügen über namhafte Kunden und innovative Lösungen. Allerdings haben der hohe Automotive-Anteil in der Corona-Pandemie und Ineffizienzen, insbesondere im Zusammenhang mit Neuanläufen, das Geschäft zu stark beeinträchtigt. An der Beseitigung dieser Schwächen arbeiten wir bereits seit 2019, und durch das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung haben wir nun zusätzliche Möglichkeiten für notwendige Sanierungsmaßnahmen.

Parallel zum laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung führen wir zudem ein strukturiertes, kompetitives Verfahren zur Gewinnung eines Investors durch, der sich an der angestrebten Sanierung des Konzerns beteiligt. Die Gesellschaft hat von Investoren indikative Interessensbekundungen zur Fortführung eines wesentlichen Teils des Geschäftsbetriebes der Unternehmensgruppe durch die Übernahme des Unternehmens bzw. wesentlicher Tochtergesellschaften und weiterer Vermögenswerte erhalten. Die Angebote sind noch unverbindlich. Bei den Interessenten handelt es sich um in- und ausländische strategische Investoren und Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Interessensbekundungen sehen einen Erhalt des Kerngeschäfts der Gruppe vor.

Nanogate befand sich bereits in 2019 aufgrund der zunehmend schwierigen Lage in der Automobilindustrie, verbunden mit geringeren Abrufen und verschobenen Neuprojekten, operativer Schwächen und einer Reihe größerer Neuanläufe in einer unbefriedigenden wirtschaftlichen Lage. Ein im ersten Quartal 2020 zusammen mit unseren Finanzierungspartnern erarbeitetes Sanierungs- und Finanzierungskonzept konnte durch die COVID-19-Pandemie nicht umgesetzt werden. In den anschließenden intensiven Gesprächen und Verhandlungen wurden mit unseren Banken Konzepte zur Deckung des zusätzlichen Liquiditätsbedarfs erörtert. Hierüber konnte in der gebotenen Zeit jedoch am Ende wider Erwarten keine Einigung erzielt werden.

Das Amtsgericht Saarbrücken (Insolvenzgericht) hat am 1. September 2020 für folgende Unternehmen die Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beschlossen: Nanogate SE als Muttergesellschaft sowie die Tochtergesellschaften Nanogate Management Services GmbH (Quierschied), Nanogate PD Systems GmbH (Bad Salzuflen), Nanogate Neunkirchen GmbH, Nanogate Kierspe GmbH und Nanogate NRW GmbH (Lüdenscheid).

Die übrigen deutschen Gesellschaften sowie die ausländischen Konzerngesellschaften sind nach jetzigem Stand von den Insolvenzverfahren nicht betroffen. Für diese Unternehmen ist derzeit auch nicht vorgesehen, einen solchen Antrag zu stellen.

Voraussetzung für die Beantragung eines Schutzschirm-Verfahrens in Deutschland ist u.a. eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Bei den Unternehmen, bei denen kein Antrag gestellt wurde, liegt diese derzeit nicht vor. Bei den ausländischen Konzernunternehmen finden zudem die deutschen Insolvenzregelungen keine Anwendung.

Zum Sachwalter wurde Justizrat Günter Staab (Kanzlei Staab & Kollegen) bestellt. Der Vorstand und die Geschäftsführungen der betroffenen Gruppenunternehmen, die diese im Rahmen der Eigenverwaltung weiterführen, werden durch die sanierungserfahrenen Experten Franz J. Abel und Matthias Bayer (Kanzlei Abel und Kollegen) als Generalbevollmächtigte unterstützt.

Ziel eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ist es insbesondere, den laufenden Betrieb weiter zu führen. Somit hat die Belieferung unserer Kunden höchste Priorität für uns. Daher sind wir darauf angewiesen, dass uns Lieferanten und Dienstleister wie gewohnt unterstützen. Nur damit werden Lieferengpässe oder gar Auslieferungsverzögerungen vermieden.

Lieferanten und Kunden, die Forderungen gegen eines der insolventen Unternehmen aus der Zeit vor dem 23. Juni 2020 haben, erhalten diese im Rahmen der Insolvenzpläne möglicherweise nur quotal erfüllt. Diesen möglichen Forderungsausfall bedauern wir sehr. Gleichwohl bitten wir alle Kunden und Lieferanten, die bisherige Geschäftsbeziehung mit uns fortzuführen, um eine Sanierung und eine Fortsetzung der häufig sehr langen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Nanogate wurde vom Gericht die Befugnis erteilt, Masseverbindlichkeiten zu begründen. Dies bedeutet, dass Ansprüche aus Leistungsbeziehungen ab dem 23. Juni 2020 auch vollständig bezahlt werden.

Für die Mitarbeiter der betroffenen Gruppenunternehmen ändert sich zunächst nicht viel. Der Geschäftsbetrieb wird fortgesetzt. Die Löhne und Gehälter wurden im Zeitraum Juni bis September 2020 von der Arbeitsagentur als Insolvenzgeld übernommen. Seit September erfolgen diese Zahlungen wieder wie gewohnt durch die betroffenen Gruppenunternehmen selbst.

Der Jahresabschluss 2019 wird voraussichtlich erst nach Vorliegen des Insolvenzplans finalisiert werden können. Wir gehen daher derzeit von einer Veröffentlichung erst im Jahr 2021 aus. Auch die Hauptversammlung ist momentan erst für 2021 geplant.

Ein Schutzschirmverfahren ist nur dann möglich, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung lediglich die Insolvenzgründe der drohenden Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung, nicht jedoch bereits die Zahlungsunfähigkeit des insolventen Unternehmens vorliegen. Zudem darf die beabsichtigte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos sein. Diese Voraussetzungen sind zusammen mit dem Antrag durch einen in Insolvenzsachen erfahrenen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt oder eine Person mit vergleichbarer Qualifikation zu bestätigen.

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Christian Dose
WMP Finanzkommunikation GmbH